Programm Musiksalon Archiv

Aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ( COVID -19) konnten die Konzerte im Frühjahr 2019 nicht stattfinden.

Der Musiksalon vom 19. März 2020 wird auf das Frühjahr 2021 verschoben.

Die Musiksalons vom 29. April und 13. Mai wurden auf den Herbst 2020 verschoben (siehe ÖNB-Musiksalon - Herbst 2020). 

 

 

Auf den Spuren Clara Schumanns in Wien

 

Clara Schumann, geb. Wieck (© ÖNB/Bildarchiv)

Donnerstag, 19. März 2020
Palais Mollard, 19.30 Uhr


In Zusammenarbeit mit Bösendorfer
Konzertabend mit Moderation

Interpretin: Anna Volovitch, Klavier

Clara Schumann (1819–1896), eine der bedeutendsten Pianistinnen des 19. Jahrhunderts, spielte mit Vorliebe auf Klavieren des Hauses Bösendorfer. Im Rahmen eines Abends, der ihrem Leben, ihrer Beziehung zu Robert Schumann, ihren Kompositionen und ihren zahlreichen Konzertreisen gewidmet ist, soll das Bild dieser facettenreichen Künstlerin gezeichnet werden, die in ihren Kompositionen zwar Anklänge an die Musiksprache ihres Mannes Robert zeigt, aber dennoch einen eigenen und unverwechselbaren Stil entwickelte. Zum Repertoire Clara Schumanns gehörte das zu ihrer Zeit bereits „klassische“ Klavierwerk Johann Sebastian Bachs und Ludwig van Beethovens ebenso wie das pianistische OEuvre ihrer Zeitgenossen Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Frédéric Chopin. An Wien knüpfte sie nicht zuletzt die lebenslange Freundschaft mit Johannes Brahms.

 

Porträt der Komponistin Pia Palme

 

Pia Palme (© Maria Frodl)

Mittwoch, 29. April 2020
Palais Mollard, 19.30 Uhr


Konzertabend mit Moderation

InterpretInnen:

Anna Clare Hauf, Mezzosopran
Molly McDolan, Barocke Oboeninstrumente
Pia Palme, Bassblockflöte und Elektronik
 
"Ensemble airborne extended": 
    Caroline Mayrhofer, Blockflöten
    Elena Gabbrielli, Bassquerflöte 
    Tina Žerdin, Harfe
    Sonja Leipold, Cembal
 

Pia Palme ist nicht nur Komponistin, sondern auch Performerin und Theoretikerin. In ihren Kompositionen arbeitet sie gern mit Installationen, Elektronik oder Video in räumlichen Anordnungen. Immer wieder rückt sie die menschliche Stimme und deren verletzliche Körperlichkeit in den Vordergrund. Sie lebt in Wien, arbeitet als Experimentalistin, improvisiert, schreibt Texte, lehrt und kuratiert. 2017 erfolgte ihre Promotion zum Doctor of Philosophy im Fach Komposition an der University of Huddersfield. Die Körperlichkeit ihrer Praxis als Performerin und die elektronische Musik liefern ihr einen persönlichen Zugang zur Komposition. Zudem ist die Barockmusik für Pia Palme ein wesentlicher Impulsgeber. Als professionelle Oboistin hat sie bis 2000 solistisch, in Ensembles und Orchestern gespielt. Seit ihrer Ausbildung in Improvisation beim Schlagzeuger Jerry Granelli am Naropa Summer Institute in Boulder, Colorado, konzentriert sich Pia Palme auf experimentelle und elektronische Musik, vor allem mit der 2007 neu entworfenen Kueng-Kontrabassblockflöte.

 

Ludwig van Beethoven und Joseph Woelfl – Amici Rivali

 

Ludwig van Beethoven - Joseph Woelfl (© ÖNB/Bildarchiv)

Mittwoch, 13. Mai 2020
Palais Mollard, 19.30 Uhr


Konzertabend mit Moderation

InterpretInnen:

"Woelfl-Trio Bonn": 
    Tonio Schibel, Violine
    Mathieu Jocqué, Violoncell
    Margit Haider-Dechant, Klavier
 

Joseph Woelfl (1773–1812) zählte zu den bekanntesten Pianisten und Komponisten seiner Zeit; sein umfangreiches Schaffen erfährt in der Gegenwart neue Beachtung. Woelfl war 1783–1786 Sängerknabe im Salzburger Kapellhaus und Schüler von Michael Haydn und Leopold Mozart; 1790 ging er nach Wien und von dort durch Vermittlung Mozarts nach Warschau. 1795, nach seiner Rückkehr nach Wien, trug er hier einen Klavierwettkampf mit Beethoven aus, bei dem kein eindeutiger Sieger festgestellt wurde. 1801 verlegte Woelfl seine Wirkungsstätte nach Paris, 1805 nach London, wo er 1812 starb. Woelfl und Beethoven werden an unserem Abend im Sinne eines „freundschaftlichen Duells“ einander gegenübergestellt, wobei von Beethoven eine Rarität zu hören sein wird: die von ihm selbst geschaffene Klaviertrio-Fassung seiner Zweiten Sinfonie.

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