Musiksalon

Klassik auf dem Weg zu sich selbst

 

Joseph Haydn, Trio Hob XV:10, 1798. Titelvignette (© ÖNB/Bildarchiv)

Mittwoch, 4. Oktober 2017
Palais Mollard, 19.30 Uhr


Konzertabend mit Moderation
InterpretInnen: Ensemble Klingekunst

Für heutige KonzertbesucherInnen präsentieren sich stilistische Perioden wie der „Barock“ oder die „Klassik“ als in sich geschlossene, durch ausgeprägte Charakteristika gekennzeichnete musikalische Welten. Doch die historische Entwicklung von der einen zur anderen Phase erfolgte nicht unvermittelt, sondern in fließenden Übergängen und so kam es zu den Begriffen des „Spätbarock“ oder der „Vorklassik“, die ein wenig die Tatsache verschleiern, dass es sich jeweils um stilistische Perioden eigenen Rechts handelt. Dem „vorklassischen“ Bereich gehören Komponisten wie Georg Matthias Monn oder Gregor Joseph Werner an, deren reichhaltiges Kompositionswerk im Konzertleben der Gegenwart selten aufscheint. Die melodiebetonte, von den Zeitgenossen als „galanter Stil“ bezeichnete Gestaltungsweise ist ein charakteristisches Element dieser Periode, in der Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart ihre musikalische Sozialisation erfuhren ...mehr

 

Musica imperialis - Antonio Caldara und Johann Joseph Fux

 

Karl VI. (© ÖNB/Bildarchiv)

Mittwoch, 8. November 2017
Palais Mollard, 19.30 Uhr


Konzertabend mit Moderation
InterpretInnen: Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis der Kunstuniversität Graz

Das Zeitalter Kaiser Karls VI. gilt als die letzte Glanzperiode der Wiener Hofmusikkapelle. Karl VI. selbst hatte großes Interesse an Musik und war ein geübter Cembalist; gelegentlich leitete er selbst sein Ensemble. Als Hofkapellmeister diente ihm Johann Joseph Fux (1660-1741), der dieses Amt ab 1715 bekleidete. Fux‘ breitgefächertes musikalisches Werk umfasst Opern-, Sakral- und Instrumentalmusik; als Musiktheoretiker wurde er mit seinem Lehrwerk „Gradus ad Parnassum“ bekannt. Antonio Caldara (1670-1736) wurde nach der Übersiedlung nach Wien im Jahre 1716 unter Fux erster Vizekapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Er machte sich mit über 3400 komponierten Werken, vor allem im Bereich der Vokalmusik, einen Namen. Die Musik Fux‘ und Caldaras, großteils in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek verwahrt, wird in kammermusikalischen Beispielen vorgestellt ...mehr

 

Komponistinnen der Wiener Klassik - Josepha Auernhammer und Leopoldine Blahetka

 

Leopoldine Blahetka (© ÖNB/Bildarchiv)

Mittwoch, 29. November 2017

Achtung: Änderung des Konzertsaales und des Konzertbeginns: Oratorium der ÖNB, Josefsplatz 1, 20.00 Uhr!!!

Konzertabend mit Moderation
InterpretInnen: Elena Denisova (Violine), Alexei Kornienko (Klavier)

Komponierende Frauen waren im männlich dominierten 19. Jahrhundert selten, doch es gab sie: Wir stellen mit Leopoldine Blahetka (1809-1885) eine Wiener Komponistin vor, die als Wunderkind galt, mit ihrem Klavierspiel selbst Robert Schumann beeindruckte und eine Vielzahl von Werken hinterließ. Ihre zweite Lebenshälfte verbrachte sie in Boulogne-sur-Mer, wo ihre Konzerte als künstlerische Höhepunkte ihrer neuen Heimatstadt galten. Josepha Auernhammer (1758-1820) war eine Klavierschülerin Wolfgang Amadeus Mozarts; sie gab mehrere Konzerte gemeinsam mit ihrem Lehrer und ihr Spiel wurde sowohl von Mozart selbst als auch von dessen Freund Abbé Stadler mit hohem Lob bedacht. Als Komponistin hinterließ Auernhammer vor allem Klaviervariationen, die ihre umfassende Kenntnis pianistischer Techniken zeigen. Mozart widmete ihr seine Violinsonaten KV 296 und KV 376–380 ...mehr

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