Programm Musiksalon Archiv

 

Zwischen Prag und Wien – Josef Bohuslav Foerster

Josef Bohuslav Foerster (© ÖNB)

In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Wien
Interpreten:
Elena Denisova, Alexander Kornienko, Gesangsklasse Walter Moore u. a.

Mittwoch, 7. Oktober 2009
Palais Mollard, 19.30 Uhr

Das romantisch geprägte Musikideal Josef Bohuslav Foersters (1859 – 1951) steht für die Entwicklungen zwischen der Hochromantik (Smetana, Dvořák u. a.) und der musikalischen Moderne. Foersters Leben war international geprägt, v. a. durch die Prager und Wiener Kultur seiner Zeit. Nach seinem Studium in Prag übersiedelte er nach Hamburg um dort zu unterrichten. Als Musikkritiker und Lehrer lebte Foerster von 1901 bis 1918 in Wien, die Folgejahre verbrachte er wieder in seiner Heimatstadt Prag, wo er 1946 zum „Nationalkünstler“ ernannt wurde. Sein Musikrepertoire gilt als Geheimtipp; an diesem Abend wird Foerster als Kammermusik- und Liedkomponist vorgestellt ...mehr

 

Bekenntnis zu Österreich – Joseph Lechthaler

Joseph Lechthaler (© ÖNB/Bildarchiv)

Interpreten: Altenberg Trio

Donnerstag, 29. Oktober 2009
Palais Mollard, 19.30 Uhr

Das Jahr 1938 bedeutete auch für das österreichische Musikleben eine einschneidende Zäsur: Zahlreiche Musiker jüdischer Abstammung verließen das Land; Komponisten, die gegen die „völkischen" Stilprinzipien verstießen oder politisch „unerwünscht" waren, verloren ihre Stellung im öffentlichen Musikleben. So erging es auch Josef Lechthaler (1891-1948), einem der bedeutendsten Kirchenmusiker, Chorkomponisten und Pädagogen seiner Zeit; er wurde all seiner Ämter enthoben. An unserem Abend sollen Leben und Werk dieses Reformators der österreichischen Kirchenmusik, der auch in zahlreichen anderen Gattungen Bedeutendes schuf, gewürdigt werden. Lechthaler zählt zu den Komponisten des 20. Jahrhunderts, die keinen „revolutionären", sondern einen durchaus auch der Vergangenheit verpflichteten „evolutionären" Beitrag zur Weiterentwicklung der Musiksprache leisteten ...mehr

 

Komponistenporträt Christoph Ehrenfellner

Christoph Ehrenfellner (© Ehrenfellner)

Interpreten: Freunde und Kollegen Christoph Ehrenfellners

Dienstag, 17. November 2009
Palais Mollard, 19.30 Uhr

Christoph Ehrenfellner, geboren 1975, war einige Jahre Wiener Sängerknabe, danach studierte er Violine und Gesang. 2003 beendete er das Violinstudium mit Auszeichnung, 2006 das Kammermusik-Studium beim Altenberg-Trio am Wiener Konservatorium. Langjährige Kammermusiktätigkeit vermittelte ihm Begegnungen mit den renommiertesten Ensembles (wie dem Amadeus-, dem Alban-Berg- und dem Hagen-Quartett), aber auch mit zeitgenössischen KomponistInnen, von denen ihn György Kurtág zum eigenen Komponieren inspirierte. Christoph Ehrenfellner über seinen ganz persönlichen Zugang zur Musik: „Musik ist heilige Kraft, ist echter Lebenssaft und wahre Freude. Die Ordnung der Töne ist Religion und Philosophie – vereint denken, handeln und glauben.“ ...mehr

  

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