Programm Musiksalon Archiv

  

Ludwig Ritter von Köchel

Ludwig Ritter von Köchel (ÖNB/Bildarchiv)

Mittwoch, 13. Oktober 2010
Palais Mollard, 19.30 Uhr

Interpreten: Rainer und Deborah Ullreich, Barbara Pobenberger, Pietro Prosser, Susanne Pumhösl, Elisabeth Zeisner

Durch das „Köchel-Verzeichnis“ der Werke W. A. Mozarts ist Ludwig Ritter von Köchel (1800 – 1877) zu einem der heute noch weithin bekannten Musikforscher des 19. Jahrhunderts geworden. Aus Köchels Besitz erhielt die Österreichische Nationalbibliothek einige ihrer wertvollsten Mozart-Originalhandschriften, darunter das „Ave verum Corpus“. Es wird im Rahmen dieses Konzertabends zu sehen sein. Köchel betrieb jedoch auch botanische und mineralogische Studien, und seine musikhistorische Arbeit beschränkte sich nicht nur auf Mozart. Er verfasste ein Werkverzeichnis für den bedeutenden Wiener Barockkomponisten Johann Joseph Fux und schrieb ein Grundlagenwerk über die Wiener Hofmusikkapelle. Zur Aufführung gelangen Werke von W. A. Mozart und Johann Joseph Fux ...mehr

 

Zwei Komponistinnen und ihre Zeit – Maria Theresia Paradis und Ella Kerndl

Maria Theresia Paradis (ÖNB/Bildarchiv)

Freitag, 29. Oktober 2010
Palais Mollard, 19.30 Uhr

Interpreten: Judith Kopecky, Julia Tinhof, Aleksa Aleksic

Die Frage nach der gesellschaftlichen Stellung und der künstlerischen Akzeptanz von zwei Komponistinnen unterschiedlicher Zeiträume steht im Mittelpunkt dieses Abends. Maria Theresia Paradis (1759 – 1824) war bereits als Kind erblindet, zeigte jedoch hohe musikalische Begabung. Sie wurde von Antonio Salieri und Leopold Kozeluch ausgebildet. Ab 1775 galt sie als eine der besten Pianistinnen Wiens und schrieb als Komponistin Bühnenwerke, Kantaten und Instrumentalwerke.
Ella Kerndl (1863 – 1940) entstammte einem begüterten Elternhaus und wurde vor allem als Pianistin bekannt. Ihre Kompositionsphase erstreckte sich auf nur wenige Jahre, in denen sie dennoch ein beachtliches Œuvre schuf. Ihr künstlerischer Nachlass gelangte 2009 als Geschenk in die Österreichische Nationalbibliothek ...mehr

 

Estéban Eitler – 50 Jahre nach seinem Tod

Logo Estéban Eitler (ÖNB/Musiksammlung)

Donnerstag, 2. Dezember 2010
Palais Mollard, 19.30 Uhr

Interpreten: Claus-Christian Schuster, Alexander Wagendristel, Yvonne Zehner

Estéban (Stefan) Eitler (1913 – 1960) war ein aus Österreich stammender, argentinisch-chilenischer Komponist, Flötist und Maler. Er studierte in Bozen, später in Budapest, zog 1936 nach Argentinien und wurde Mitglied der Filarmonica Metropolitana. Er übersiedelte nach Santiago de Chile, später nach Sao Paulo in Brasilien. Sein Werk umfasst Orchesterwerke und Kammermusik. Die Befassung mit Eitlers Leben und Schaffen verschafft einerseits Einblick in ein abwechslungsreiches, ja abenteuerliches Künstlerleben, andererseits eine Übersicht über das in Europa nicht sehr beachtete Musikleben Lateinamerikas. Nicht zuletzt stellen Eitlers Bestrebungen nach einer Synthese von Musik, Literatur und bildender Kunst einen Denkanstoß für die Gegenwart dar ...mehr

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